Asya Fateyeva (klass. Saxophon)
Biografie, Audio/Video, Fotos, Konzertrepertoire, Programme
www.asyafateyeva.com

Biografie

„Eine Sensation für die Musikwelt“, schwärmte die Frankfurter Allgemeine Zeitung nach einem Auftritt von Asya Fateyeva. Die klassische Saxophonistin der jungen Generation, in 2016 ausgezeichnet mit dem EchoKlassik als Nachwuchskünstlerin des Jahres, gehört zu den herausragenden Vertretern ihres Fachs. Als erste Frau erreichte sie 2014 das Finale des namhaften Internationalen Adolphe-Sax-Wettbewerbs in Belgien und erspielte sich den 3. Platz.

Der Musikwissenschaftler Dr. Harald Eggebrecht schrieb im gleichen Jahr über sie in der Süddeutschen Zeitung:

„Die junge Asya Fateyeva spielt Altsaxofon so vornehm und souverän, dass die Schönheit des von ihr hervorgezauberten Klangs in Debussys Rhapsodie für Saxofon und Klavier jeden betört.

Asya Fateyeva, 1990 auf der Krim geboren, widmet sich als klassische Saxophonistin einem breiten Repertoire. Dazu gehören neben Originalwerken für ihr Instrument auch Werke aus dem Barock, der Klassik und der Romantik, deren Arrangements nicht selten von der jungen Musikerin selbst stammen. Dem klassischen Saxophon einen noch eigenständigeren Platz im Musikleben zu verschaffen, ist ein Ziel, das sich Asya Fateyeva gestellt hat. Seit 2014 ist die Wahl-Hamburgerin auch als Dozentin für klassisches Saxophon an der Musikhochschule Münster tätig.

Die Liste ihrer Auszeichnungen und Stipendien ist lang. Asya Fateyeva errang neben dem 3. Preis beim Internationalen Adolphe-Sax-Wettbewerb 2014 zahlreiche erste Preise bei internationalen Wettbewerben in Russland, Frankreich und Deutschland. Sie ist Gewinnerin des Deutschen Musikwettbewerbs 2012, erhielt u.a. das Gerd-Bucerius-Förderstipendium der ZEIT-Stiftung sowie Förderung durch die Orpheum-Stiftung. In 2015 wurde Asya Fateyeva der mit 10.000 Euro dotierte Berenberg Kulturpreis verliehen. Kuratoriumsmitglied Professor Hermann Rauhe lobte: „Asya Fateyeva ist ein Ausnahmetalent und überzeugt mit ihrem warmen, eleganten Spiel.“

Allein in 2015/16 folgt(e) Asya Fateyeva Einladungen zu Konzerten an zahlreiche renommierte Spielstätten, darunter mit dem MDR-Sinfonieorchester unter Kristjan Järvi ins Leipziger Gewandhaus, zum Lucerne Festival sowie in die Berliner Philharmonie, das Berliner Konzerthaus und ins Mariinsky-Theater in St. Petersburg.

Weitere Höhepunkte ihrer bisherigen Konzerttätigkeit waren Auftritte mit den Wiener Symphonikern unter Vladimir Fedoseyev im Musikverein Wien, dem Tschaikowski Rundfunksymphonieorchester, der Ukrainischen Nationalphilharmonie, dem Staatlichen Sinfonieorchester Istanbul und dem Symphonie-orchester Giuseppe Verdi Milano. Hinzukommen Auftritte mit Orchestern aus Bochum, Bonn, Frankfurt/Oder und Kassel. Großen Anklang fanden ihre Konzerte bei Festivals in Colmar, Fermo, Köln, Moskau und Sankt Petersburg sowie bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und dem Musikfest „Spannungen“ in Heimbach.

Gefördert vom Deutschen Musikrat bzw. als erste Preisträgerin des deutschen Musikwettbewerbs 2012 und in Kooperation mit dem Deutschlandradio nahm sie 2015 beim Label Genuin Classics ihre Debüt-CD mit Werken von Mishat, Ibert (für Altsaxofon und Orchester), Albright und Decruck (für Altsaxofon und Klavier) auf und erhält mit ihr 2016 den Preis «EchoKlassik als Nachwuchskünstlerin des Jahres».

Mit der Klarinettistin Sabine Meyer und dem Quintett Alliage spielte sie zudem die CD «Fantasia» ein, welche 2016 beim Label Sony Classics erschienen ist.

Asya Fateyeva, 1990 als Tochter eines Profi-Fußballers auf der Krim geboren, begann zunächst im Alter von 6 Jahren mit Klavierunterricht bei Valentina Nikishina. Mit zehn Jahren brachte ihr Lilija Russanowa die Tradition der französischen Saxophon-Schule in Simferopol nahe. Es folgten Studien bei Professorin Margarita Shaposhnikova am berühmten Gnessin-Institut in Moskau, Meisterkurse im französischen Gap und schließlich 2004 der Umzug nach Deutschland. An der Hochschule für Musik in Köln, wo sie zunächst zwei Jahre als Jungstudentin von Professor Daniel Gauthier unterrichtet wurde, nahm Asya Fateyeva als 17-Jährige auch ihr reguläres Studium in der Klasse des namhaften Franko-Kanadiers auf. Studienaufenthalte in Frankreich unter anderem bei Claude Delangle in Paris und Jean-Denis Michat in Lyon gaben weitere wichtige Impulse. Ein Aufbau-Studium im Bereich Kammermusik mit ihrer Duo-Partnerin, der Pianistin Valeriya Myrosh schloss sie 2016 an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg bei Professor Niklas Schmidt erfolgreich ab.

Audio/Video

 

Fotos

Konzertrepertoire

 

SAXOPHON + ORCHESTER

 

Adams:
Concerto

 

Bach, J. S.:
Konzert für Violine, Streicher und Continuo, g-Moll, BWV 1056,
Konzert für Violine, Streicher und Continuo, a-Moll, BWV 1041,
Konzert für Oboe, Violine, Streicher und Continuo, c-Moll, BWV 1060,
“Ach bleibe doch, mein liebstes Leben”, aus der Kantate “Lobet Gott in seinen Reichen!”, BWV 11

 

Bauzin:
Poème

 

Berio:
Récit (Chemins VII)

 

von Borck
Konzert für Alt-Saxophon und Orchester op. 6

 

Boutry:
Divertimento Sérénade

 

Bozza:
Concertino

 

Caplet:
Légende

 

Constant:
Concertante

 

Corniot:
Eglogue et danse pastorale

 

Denisov:
Concerto

 

Debussy:
Rhapsodie

 

Decruck:
Sonate für Altsaxophon und Orchester

 

Demersseman:
Fantaisie sur un theme original

 

d ́Indy:
Choral varié op. 55

 

Dubois:
Divertissement, Concerto

 

Escaich:
le chant des Tenebres

 

Eliasson:
Sinfonie Nr.3 für Altsaxophon und Orchester

 

Glasunov:
Concerto op. 109

 

Gotkovsky:
Concerto Variations Pathétiques

 

Gregson:
Saxophone Concerto

 

Ibert:
Concertino da camera

 

Iturralde:
Pequeña czarda

 

Larsson:
Konzert op. 14

 

Martin:
Ballade

 

Maurice:
Tableaux de Provence

 

Michat:
Shams

 

Milhaud:
Scaramouche op. 165

 

Pascal:
Concerto

 

Rudajev:
Concerto

 

Rueff:
Concertino

 

Schmitt:
Légende op. 66

 

Schulhoff:
Hot-Sonate (Bearb. R. R. Bennett)

 

Tomasi:
Concerto, Ballade

 

Villa-Lobos:
Fantasia,
Arie aus Bachianas Brasileiras Nr. 5

 

Williams:
Escapades from „catch me if you can“

 

Yoshimatsu:
Konzert “Cyber-Bird” op. 59

 

Transcriptionen: Saxophon und Orchester

 

J.S. Bach:
BWV 1056 Konzert in g-moll BWV 1041 Konzert in a-moll

 

C.Ph.E. Bach:
Concerto A-Dur Wq 168

 

Borne:
Fantaisie brilliante sur “Carmen”

 

Glass:
Concerto for Violin

 

Kancheli:
Night Prayers

 

Mozart:
Konzert in A-Dur KV622

 

Vivaldi:
Konzert in C-Dur RV 447 a-moll RV 462 d-moll RV 454

 

J.S. Bach:

BWV 1060 Doppelkonzert in c-moll

 

M.Nyman:
Concerto for Saxophone & Cello op. 43

 

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Programme

 

1) Mein Hamburg – Eine musikalisch-literarische Soirée –

– Asya Fateyeva, Saxophon – Valeriya Myrosh,  Klavier – Daniel Gerzenberg, Rezitation – Hamburgs Komponisten – Hamburgs Schriftsteller – Hamburgs Interpreten –

Asya Fateyeva, Valeriya Myrosh und Daniel Gerzenberg zeigen ihre künstlerische und persönliche Vision von Hamburg auf – Hamburg aus der Perspektive von Künstlern. … und was ist Hamburg für Sie? …

Musikalische Werke von G. P. Telemann, C.P.E. Bach, Fanny und Felix Mendelssohn, J. Brahms, E. Denisov – Texte von H. Heine, W. Borchert, H.H. Jahn, D. Gerzenberg

 

 

2) Romantisches Saxophon

An die Musik Du holde Kunst, in wieviel grauen Stunden, Wo mich des Lebens wilder Kreis umstrickt, Hast du mein Herz zu warmer Lieb entzunden, Hast mich in eine beßre Welt entrückt! Oft hat ein Seufzer, deiner Harf’ entflossen, Ein süßer, heiliger Akkord von dir Den Himmel beßrer Zeiten mir erschlossen, Du holde Kunst, ich danke dir dafür! (Franz von Schober)

Robert Schumann (1810-1856)
3 Romanzen Op.94

I. Nicht schnell II. Einfach, innig III. Nicht schnell

Johannes Brahms (1833-1897)
Sonate in f-Moll Op.120

I. Allegro appassionato II. Andante un poco adagio III. Allegretto grazioso IV. Vivace

Pause

Felix Mendelssohn (1809-1847)

Nr. 2 aus Lieder ohne Worte Op. 30

Fanny Mendelssohn-Hensel (1805 – 1847)

Nr. 2 aus 3 Melodien op. 4

Cesar Franck (1822-1890)
Sonate in A-Dur
I. Allegretto moderato II. Allegro III. Recitativo – Fantasia. Moderato

 

 

3) Musik im Exil

In diesem Programm sind Komponisten vorgestellt, die unter dem Regime der damaligen Zeit gelitten haben und deren Musik als verfemte Musik galt. Sie haben trotz der Verbote komponiert, u.a. auch für ein damals sehr „gefährliches“ Instrument, ein Symbol für „Entartete Kunst“, das Saxophon. Das Saxophon wurde 1842 in Paris von dem Belgier Adolphe Sax entwickelt. Seine Vision war es, den Ausdruck von Streichinstrumenten mit der Virtuosität der Holzblasinstrumente und dem starken Ton der Blechblasinstrumente zu vereinigen, was zu einer Stärkung der Militärorchester und zu einer Bereicherung der Symphonieorchester führen sollte. Damals gab es noch keinen Jazz. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts, nach dem I. Weltkrieg, gelangt das Saxophon nach Amerika, wo es auf eine noch ganz Junge Musikrichtung stößt, den Jazz, und sofort eine Anerkennung findet. Seine europäischen Wurzeln sind bis heute fast vergessen. Saxophon gilt als Symbol des Jazz, und wird somit eng mit Amerika verbunden. Auch in der damaligen UdSSR, zu Zeiten des kalten Krieges mit den USA, war das Instrument verboten. Das Saxophon war zu Zeiten des Naziregimes knapp 100 Jahre auf der Welt, und die Tradition des Saxophonspiels war somit noch jünger. Dennoch entstanden bereits damals beeindruckende Werke, eigens komponiert für dieses außergewöhnliche Instrument.

Paul Hindemith (1895-1963)
Sonate für Alt Saxophon und Klavier 10´
I. Ruhig bewegt, II. Lebhaft III. Sehr langsam, IV. Das Posthorn (Zwiegespräch)

 

Pavel Haas (1899-1944)
Suite op. 17 (arr. Sopran Saxophone) 17´
I. Furioso. II. Con fuoco, III. Moderato

 

Hans Gal (1890-1987)
Suite Op. 102b 9´
Cantabile, Furioso

 

Alexandre Tansman (1897-1986)
Sonate 9´
I. Allegro con moto, II. Aria: Largo con cantabile, III. Scherzo: Molto vivace

 

Pause

 

Bernhard Heiden (1910-2000)
Sonate 15´
I. Allegro, II. Vivace, III. Adagio-Presto

 

Günter Raphael (1903-1960)
Sonate 12´
I. Con moto, II. Vivace, III. Allegro molto energico

 

Erwin Schulhoff (1894-1942)
Hot Sonata 16´

 

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